13.02.11, 19:25
So einiges muss hier richtig gestellt werden:
"Die müssen gebohrt werden und ich kenne auch kein System wo es ohne abgeht."
99% aller Domstreben nutzen die Verschraubungen an den Federbeinlagern – wie beim 129!
"…Querkräfte direkt übertragen ohne den Umweg über die Karosserie"
Alle Kräfte am Auto werden in die Karosse übertragen, es gibt sonst nix! Wo bleiben denn die statischen und dynamischen Massenkräfte...? Die machen den Löwenanteil aus!
Gemeint ist offenbar die Wirkung der Querkomponente der Radführungskraft vorn. Die greift unten über den Fahrschemel und oben über das Federbein direkt an der Karosserie an. Dadurch entsteht ein Biegemoment auf das oft als Radhaus oder Stehblech bezeichnete Gebilde. Mit viel Blech (auch hochfest) und cleverer Formgebung wird das ausreichend biegesteif konstruiert. Die Grenze wird durch Gewicht, Längsverformbarkeit (knautschen) und Kosten bestimmt.
Trotz allem Aufwand verformt sich das "Gebilde" (vorwiegend durch dynamische Massenkräfte) und sorgt bei nachlässiger Konstruktion für Unruhe im Fahrwerk und Komfortmängel. Ganz üble Konstruktionen "lenken" sogar beim einfedern!
"…beim SL wird es nicht sehr viel bringen weil der Störkräftehebelarm sehr lang ist."
Den "langen Störkräftehebelarm" will ich hier mal nicht kommentieren, sonst wird es blamabel für tapferen Konstrukteur. Eine Federbeinkonstruktion hat gerade den VORTEIL vergleichsweise günstiger Hebelarme! Gemeint ist hier wohl, daß die Querkräfte am oberen Domlager die Höhe das Radhauses als Hebelarm haben. So weit richtig, aber genau um diese Komponente sind die Kräfte ja durch die Länge des Federbeins verringert! Also...? Die Massenkräfte muß man beherrschen!
Man kann die unvermeidliche Verformung des Radhauses verringern, wenn man sie mit einer Strebe gegen das gegenüberliegende Radhaus abstützt. Vereinfacht gesagt verdoppelt man damit die Steifigkeit (bei gleichzeitigen einfedern noch mehr!). Der direkte Preis ist Gewicht und ev. schlechte Zugänglichkeit von Aggregaten. Beim SL ist das durch die Nähe des Domlagers zum Querschott schon optimal gelöst, kaum zu toppen!
Man muß auch bedenken, daß ein Cabrio-Vorderwagen ein komplexes Feder-Masse-System darstellt, das den Konstrukteuren viele Kompromisse und noch mehr Schlaf abgeluchst hat. Wer für Kleingeld dran "fummelt", kann löffelweise Gift darauf nehmen, daß das Gesamtergebnis in Richtung schlechter geht. Eine Simpellösung a la Domstrebe hätten die Burschen auch gerne gewählt…! Für den 129 gilt das alles im Quadrat!
Völlig anders sieht die Lage bei einem Rennauto aus. Da zählt nur Funktionalität in Richtung schnell, und da sind Domstreben nützlich. Fährt jemand mit dem 129 Rennen?
"Die müssen gebohrt werden und ich kenne auch kein System wo es ohne abgeht."
99% aller Domstreben nutzen die Verschraubungen an den Federbeinlagern – wie beim 129!
"…Querkräfte direkt übertragen ohne den Umweg über die Karosserie"
Alle Kräfte am Auto werden in die Karosse übertragen, es gibt sonst nix! Wo bleiben denn die statischen und dynamischen Massenkräfte...? Die machen den Löwenanteil aus!
Gemeint ist offenbar die Wirkung der Querkomponente der Radführungskraft vorn. Die greift unten über den Fahrschemel und oben über das Federbein direkt an der Karosserie an. Dadurch entsteht ein Biegemoment auf das oft als Radhaus oder Stehblech bezeichnete Gebilde. Mit viel Blech (auch hochfest) und cleverer Formgebung wird das ausreichend biegesteif konstruiert. Die Grenze wird durch Gewicht, Längsverformbarkeit (knautschen) und Kosten bestimmt.
Trotz allem Aufwand verformt sich das "Gebilde" (vorwiegend durch dynamische Massenkräfte) und sorgt bei nachlässiger Konstruktion für Unruhe im Fahrwerk und Komfortmängel. Ganz üble Konstruktionen "lenken" sogar beim einfedern!
"…beim SL wird es nicht sehr viel bringen weil der Störkräftehebelarm sehr lang ist."
Den "langen Störkräftehebelarm" will ich hier mal nicht kommentieren, sonst wird es blamabel für tapferen Konstrukteur. Eine Federbeinkonstruktion hat gerade den VORTEIL vergleichsweise günstiger Hebelarme! Gemeint ist hier wohl, daß die Querkräfte am oberen Domlager die Höhe das Radhauses als Hebelarm haben. So weit richtig, aber genau um diese Komponente sind die Kräfte ja durch die Länge des Federbeins verringert! Also...? Die Massenkräfte muß man beherrschen!
Man kann die unvermeidliche Verformung des Radhauses verringern, wenn man sie mit einer Strebe gegen das gegenüberliegende Radhaus abstützt. Vereinfacht gesagt verdoppelt man damit die Steifigkeit (bei gleichzeitigen einfedern noch mehr!). Der direkte Preis ist Gewicht und ev. schlechte Zugänglichkeit von Aggregaten. Beim SL ist das durch die Nähe des Domlagers zum Querschott schon optimal gelöst, kaum zu toppen!
Man muß auch bedenken, daß ein Cabrio-Vorderwagen ein komplexes Feder-Masse-System darstellt, das den Konstrukteuren viele Kompromisse und noch mehr Schlaf abgeluchst hat. Wer für Kleingeld dran "fummelt", kann löffelweise Gift darauf nehmen, daß das Gesamtergebnis in Richtung schlechter geht. Eine Simpellösung a la Domstrebe hätten die Burschen auch gerne gewählt…! Für den 129 gilt das alles im Quadrat!
Völlig anders sieht die Lage bei einem Rennauto aus. Da zählt nur Funktionalität in Richtung schnell, und da sind Domstreben nützlich. Fährt jemand mit dem 129 Rennen?

