Dichtungen sind nicht eingepresst. Habe beim Kollegen den Zylinder ausgebaut und dann zur Hydraulikfachfirma( zb. MJ Hydraulik )und Dichtungen erneuern lassen. Kosten ca. 1/10 vom MB Ko.Vo.
Moin,
ich habe bei meinem gestern alles wieder zusammen gebaut nachdem die Dichtungen von den beiden Heckscheibenrahmen Zylindern undicht waren. Ich habe die beiden kleinen und die beiden Hauptzylinder ausgebaut und die Dichtungen gewechselt. Die Dinger da rauszufummeln dauert nen Moment ist aber machbar.
MJ liefert übrigens nur Dichtungen. Einbauen tun die die nicht.
Im Rahmen dessen habe ich auch die Pumpe gesäubert. Der Vorratsbehälter ist nämlich voller grauem Alu Abrieb.
Die Frontscheibendichtungen sind auch schon neu. Die anderen Zylinder wechsle ich bei Bedarf. von den Schlössern gehen die ja relativ leicht raus....
Im Grunde bin ich über verschiedene Schwierigkeiten gestolpert, die die Sache verlängern, wenn man nicht damit rechnet:
- Die Seitenverkleidungen gehen nicht raus wenn keine Druck im System ist und der Bügel unten ist. Das ist ziemlich lästig
- Die Köpfchen von den Zylindern gehen erst nach dem "vorsichtigen" einspannen der Kolbenstange und unter Einsatz von wärme ab.
- Die Dichtungen müssen auf alle Fälle richtig rum eingesetzt werden, was speziell bei den kleinen Zylindern zu beachten ist, wen die ursprüngliche Dichtung total hin ist und man nicht abgucken kann.
- Die Schraube für den Hauptzylinder kann im ungünstigen Fall durch das Loch in der Karosse in einen unzugänglichen Hohlraum fallen (speziell, wenn man die Verkleidung und den Kabelkanal nicht abbekommt und im Dunkeln fummelt).
Gruß
Martin
P.S. Fragen gerne an mich, wenn es hilft. Noch sind die Erinnerungen frisch...:idiot:
„Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt.“ (Albert Einstein)
:frage:
Hallo zusammen,
die Dichtungen meiner Verdeckhauptzylinder haben inzwischen auch aufgegeben und nun dachte ich, ich wechsel die mal schnell...
Allerdings scheitere ich gerade am Abschrauben der Köpfe an den Kolbenstangen; Versuch 1 war bereits ein total Fehlschlag und das Material des Gewindezapfens am Kopf hat bei erstaunlich geringem Drehmoment nachgegeben.
Dies würde ich beim zweiten Kolben gerne vermeiden, daher die Frage: was ist hier der Trick? Ich haber die Gewindeverbindung mit einer Heißluftlötstation auf höchster Stufe bereits minutenlang bearbeitet, danach ließ sich der Kopf wenigstens 2-3° drehen. Weiter geht es aber nun nicht mehr - ohne brachiale Gewalt anzuwenden. Hat jemand eine Idee??? :frage:
Keine Ahnung was eine Heißluftlötstation auf höchster Stufe in °C bedeutet.
Ich nehm für derartige Arbeiten, oder Bremsleitungen nen Lötbrenner vom Baumarkt.
Oh ha, also doch die großen Geschütze auffahren. Dann ist die Gleitschicht von der eingepressten Buchse im Kopf aber runter hinterher...
Die Lötstation bringt vermutlich ca. 300 °C. Hatte gehofft, dass dies ausreicht um den Schraubensicherungskleber zu zerstören...
Ich werde das mal versuchen, danke!
Jawoll, danke! Hab mit der Heißluftlötstation eben noch einmal ordentlich die Verbindung bearbeitet und dann hat es sich tatsächlich bewegt. Dichtung schon getauscht.
Habt Ihr den Kopf des Zylinders anschließend auch mit Schraubensicherungsmittel eingedreht? Ich denke ich werde einen Tropfen Loctite 243 spendieren.
In den defekten Stempel würde ich ein 6,5 mm Loch bohren und ein M8 Gewinde hineinschneiden, bei dem Auge das Gleiche, eine 10.6 er Schraube vom Kopf befreien (ist stabiler als ne Gewindestange) und das ganze wieder zusammenschrauben, nachdem du den Zylinder wieder abgedichtet hast. Spart dir so umme 600 €uronen
Danke Horst, gute Idee! Einen neuen Zylinder für 600 € hätte ich zwar nicht gekauft, aber ich hatte schon mit einem gebrauchten Zylinder geliebäugelt. Mal sehen, ob Deine Methode zum Ziel führt...